Lisa Sommerfeldt:
DOGMA

1. Theater ist kein Fake.
2. Theater ist ein lebendiger Organismus aus Spielern und Zuschauern.
3. Das Publikum kann denken.
4. Theater ist eine Denkfabrik der kollektiven, aber multiplen emotionalen Reflexion.
5. Unsere individualisierte Gesellschaft manifestiert sich in Figuren.
6.  Das Theater braucht Figuren, deren Leben und Sterben Relevanz hat.  
7. Stücke brauchen Dialoge.
8. Theater befördert den Diskurs durch das beispielhaft Konkrete.  
9. Theater braucht literarische originär dramatische Vorlagen.
10. Diese Stücke sind nicht glatt, sie sind rauh.
11. Theater ist die Axt für das gefrorene Meer der abgestumpften Gesellschaft.
12. Es ist kein Theater des Konsens, es geht neue Wege.
13. Es ist Zeit für theatrale Uncoolness, für das Theater der Sterblichen.
14. Es ist Zeit für die Ära der dirty-made plays.

©by Lisa Sommerfeldt