gleiswechsel_690 Jasmin, ein Mädchen mit Migrationshintergund und deutschem Pass, schleicht sich in eine Neonazigruppe ein. Zunächst nur aus Neugier, doch langsam gerät auch sie in den Sog der Propaganda. Als ihr Spiel auffliegt und sie erpressbar wird, muss sie sich entscheiden: wird sie ihren Freund opfern und sich an den Kopf der Bewegung stellen oder versuchen, irgendwie aus der Gruppe auszusteigen? "Am Kleinstadtbahnhof inszeniert sich die rechte Szene: Daniel - kurzes Blondhaar, Bomberjacke, Springerstiefel - tauscht seinen ungeliebten Namen lieber gegen das treudeutsche Hartmut aus; Jens, im schwarzen Anzug, kommandiert die braune Truppe mit plärrender Hochnäsigkeit; Erdmute trägt eine Spielzeugpistole spazieren. Aber ein Spiel ist all das nicht. Das Gleis, das hier vorüberführt, führt in die Gewalt. Dennoch "Gleiswechsel" nannte Lisa Sommerfeldt ihr Stück. Für den Übertritt von einer Richtung zur anderen stehen zwei Mädchen, und jede vollzieht eine Wende, die über ihr Leben entscheidet." Michael Thumser
  • Uraufführung Theater Hof, Frühjahr 2010
  • nominiert für den "Förderpreis der Landesbühnen" 2008
  • 14 +
  • 3 D 3 H
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