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Eines Morgens ist Mandy wieder da. Voller Hoffnung brach sie vor einem Jahr auf, hat das Dorf, ihren Vater und ihren Bruder hinter sich gelassen, um in der Hauptstadt Karriere beim Film zu machen. Aber der schöne Traum ist zerplatzt, die interessanten Rollen ließen auf sich warten. So kehrt sie also zurück ins Dorf ihrer Kindheit, zur Familie, in die alte Kneipe „Filou“ – auf der Suche nach einer neuen Perspektive, auf der Suche nach sich selbst. Mandy erinnert sich an die Mutter, die sich früh in den Westen abgesetzt hat. Sie zwingt den Vater, endlich über die Hintergründe dieser Tat zu sprechen, die er so sehr vergessen wollte, dass er jetzt alles vergisst. Doch zum ersten Mal stellen sich die Geschwister dieser Vergangenheit und akzeptieren ihren Einfluss auf die Gegenwart. Aus dem Erinnern erwächst ihnen die Kraft zur Veränderung, zum Aufbruch in ihre eigene, freiere Zukunft.

“…ein Parforceritt aus der Provinzrealität 2016 bis tief hinein in die unseligste DDR-Vergangenheit. Die Autorin Lisa Sommerfeldt zieht den Zuschauer Stück für Stück in eine Familiengeschichte hinein, die richtig weh tut. Das macht sie dramaturgisch sehr geschickt, indem immer wieder neue Türchen aufgemacht werden…” Wolfgang Schilling, MDR
„Regisseur Boris C. Motzki erlaubt Langsamkeit, Tiefe, Ernsthaftigkeit. (…) Die Darsteller spielen auf hohem Niveau und mit viel Einsatz, berühren und lassen mit den Figuren mitleiden. (…) Der Regisseur hat den Text mit Feingefühl, Symbolik und Humor umgesetzt. (…) Dem Theater gebührt allein dafür Hochachtung, dass es den jugendlichen Zuschauern solche Kost zutraut.“ Susanne Sobko, TLZ

  • Auftragswerk für die Kulturstiftung von Landestheater Eisenach und Staatstheater Meiningen. UA am 3. April 2016. Regie: Boris C. Motzki, Dramaturgie: Sophie Oldenstein.
  • Schauspiel (14+)
  • 2 D 3 H

Trailer Dorfdisco
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