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Marie und Florian sind verheiratet und haben zwei Kinder. Ihre Beziehung hat sich über die Jahre zu einem Labyrinth aus Missverständnissen, Schuldzuweisungen und übertriebenen Ansprüchen verdichtet. Florian fühlt sich seiner Familie am nächsten, wenn er mit einem Wingsuit von einem Felsvorsprung in den Bergen springt und über die weite Landschaft gleitet. Marie fragt sich, wie sie in eine Hausfrauenrolle geraten ist, die es doch eigentlich gar nicht mehr gibt. Und Lena, die Florian einen Ausweg bieten könnte, sucht Nähe immer da, wo man sie durch Schmerz teuer erkaufen muss.
Aber diese Konstruktion trägt nicht mehr, als Marie schwer krank wird. Die Figuren geraten in einen Strudel undefinierter Leere, suchen nach Zugehörigkeit und einer verlässlichen Wahrheit des Handelns und Empfindens, nach universalen Werten in einem modernen Lebensentwurf, der allen gerecht wird, auch den Kindern. Gefangen zwischen ausschließlich falschen Optionen, werden sie sich ihrer Abhängigkeit bewusst und verstricken sich immer weiter in einen gefährlichen Machtkampf um die Definition von Verantwortung und Schuld.

    • Schauspiel
    • 2D 1H
    • Gefördert durch ein Aufenthaltsstipendium der Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur im Künstlerhaus Edenkoben 2017
    • Auftragsarbeit für das Theater der Stadt Aalen
    • Uraufführung am 28.9.2019, Regie: Tonio Kleinknecht, Dramaturgie: Tina Brüggemann

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