flaschengeld_690 Michelle, Paul, Janis und Hanna kommen aus ganz unterschiedlichen Familien. Gemeinsam haben sie nur eines: ihre Eltern haben zu wenig Geld. Nicht nur zu wenig Geld für angesagte Markenklamotten oder schicke Urlaube, sondern so wenig, dass die Kinder sich Tricks und Notlügen ausdenken müssen, um in der Schule nicht zugeben zu müssen, dass sie oft genug einfach Hunger haben. Michelle zum Beispiel sammelt Pfandflaschen, um vom Flaschengeld eine Geburstagsparty für ihre Freunde geben zu können. Und Hanna geht ein gefährliches Spiel mit dem Kioskbesitzer ein. "Das entscheidende Thema aber ist die Scham. Die Kinder schämen sich ihrer Armut. Sie wehren sich mit Fantasie gegen soziale Stigmatisierung. (...) Dass Flaschengeld nicht moralisierend und besserwisserisch daherkommt, ist ein weiterer Grund, hier einen Preis zu vergeben." Rüdiger Schaper, Preisrede Berliner Kindertheaterpreis "…die Autorin bleibt nicht in der Beschreibung eines Prekariat-Milieus haften, dafür taugt schon die knappe, poetisch rhythmisierte Sprache nicht, die naturalistische Anfechtungen weitgehend vermeidet. Aber mehr noch liegt es daran, dass Hanna anders als die anderen Figuren ihr Geheimnis ziemlich lange wahren kann. Das macht es spannend, ebenso, wie die Figuren nicht als Opfer vorgeführt werden, sondern auch in ihren Sehnsüchten und Lebensbehauptungen gezeigt werden. Jeder der vier jungen Agierenden erarbeitet sich eine eigene Strategie, um sich gegenüber der Welt zu behaupten, in der das Geld regiert…" Manfred Jahnke am 21.9.2015 in der "deutschen Bühne"
  • 10 +
  • 2 D 2 H
  • 2. Platz Berliner Kindertheaterpreis 2009 (GRIPS Theater Berlin)
  • Favoritenrunde des "Kathrin-Türks-Preises" 2012
  • Frankfurter Autorenforum 2014
  • UA im September 2015, Badische Landesbühne, Regie: Joerg Bitterich, Dramaturgie: Olivier Garofalo und Tristan Benzmüller, Einladung zum Festival "Schöne Aussicht 2016" in Stuttgart
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