Soni ist ein fröhliches Mädchen. Sie lebt mit ihrer Schwester und ihren Eltern in einem wunderschönen Haus in der Kriegsstraße 120 in Karlsruhe. Sie hat Freund:innen und spielt gerne Fußball. Es wäre alles gut, wenn es nicht das Jahr 1934 wäre, die Nazis seit einem Jahr an der Macht wären und Jüdinnen und Juden zum Feindbild erklärt hätten. Denn Soni und ihre Familie sind jüdisch, wenn auch nicht besonders gläubig. Sonis Vater ist sogar der bekannte Architekt und Komponist Richard Fuchs, aber auch das schützt sie nicht. Schweren Herzens verlassen sie ihr Heimatland und fliehen über die Niederlande und England nach Neuseeland. Doch die Ereignisse in Deutschland holen sie auch dort wieder ein…
Lisa Sommerfeldt beweist in diesem Auftragswerk einmal mehr ihr Feingefühl für diese Epoche deutscher Geschichte. Anhand unzähliger Tagebuch- und Archiveinträge, Fotos und Gespräche mit Angehörigen katapultiert sie uns ins Karlsruhe der 1930er Jahre und erzählt uns den fesselnden Weg der historischen Familie Fuchs. Und während die Musik von Richard Fuchs noch einmal ganz neu zum Leben erweckt wird, stellen wir uns die Frage, wie weit die Vergangenheit in unser heutiges Leben hineinreicht.
Eine Kooperation zwischen dem Digitaltheater und dem Jungen Staatstheater Karlsruhe.
- Szenisch-musikalische Lesung als Ausblick auf die Uraufführung in der Spielzeit 26/27, Staatstheater Karlsruhe (Insel) am 5. Juli 2026
- Auftragswerk für das Badische Staatstheater Karlsruhe. UA am 24. September 2026. Regie: Kevin Barz, Dramaturgie: Anna-Teresa Schmidt und Jannika Erdmann. Komposition: Paul Brody. Medientechnik: Frieder Gätjen.
- S. Fischer Theater Verlag
- Schauspiel (12+)
- 3 D 1 H
- Gefördert aus Projektmitteln für Kinder- und Jugendtheater durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.
- Stücke bestellen
Foto: Sonia und Eva Fuchs, 1931 © Fuchs/Mulheron
