In „schlaglichter“ verwebt Lisa Sommerfeldt die Geschichten ihrer Protagonist:innen zu einem dichten Roman in 22 Erzählungen. Alle sind von Sehnsucht und der Suche nach einer Möglichkeit individuellen Glücks getrieben, aber oft in beklemmenden Beziehungen gefangen. Wie können sie sich daraus befreien? Oder gelingt vielleicht sogar eine Verständigung zwischen den Figuren, deren unterschiedliche Realitäten im Roman auch durch verschiedene Sprachwelten sichtbar werden? Lisa Sommerfeldt wirft Spots auf ihre Protagonist:innen, die für eine Zeit im grellen Licht stehen und alles preisgeben. In „schlaglichter“ muss man mit Schlägen rechnen, die ausgeteilt oder eingesteckt werden, aber manchmal blitzt etwas Schillerndes wie Pailletten auf.

schlaglichter
Roman in Erzählungen
ab März 2026, Parasitenpresse (Köln)
298 Seiten, 20,- €
ISBN 978-3-98805-809-6

  • „Krypto“ & „Champagner“ (aus „schlaglichter“), 1live shortstory, WDR1 am 12.3.2026 um 23 Uhr
  • „Cinderella Paraphrase“ (aus „schlaglichter“), Übersetzung ins Französische (Pascal Janovjak) und Polnische (Dorota Stroinska) für Specimen Press (The Babel Review of Translations) 2025
  • Die Bühnenrechte sind noch frei zur Uraufführung.
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Der Roman wurde vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen durch ein Arbeitsstipendium und von den NRW Literaturbüros durch das 1:1 Mentoring gefördert. Die Autorin dankt außerdem dem Eppinger Figurentheater für die Förderung durch eine Autorinnen-Residenz.

REZENSIONEN:
„Lisa Sommerfeldt, (…) die sich über eine gute Literaturstunde hinweg als großartige Meisterin eines Genres entpuppt, das für die gelernte Schauspielerin, Hörspielautorin und Dramatikerin nach eigenem Bekunden neues literarisches Terrain bedeutet. Es ist schlicht die Prosa, die aus der Perspektive der Theaterfrau eine ungeheuer sinnliche Qualität bekommt (…) Die packenden Bilder, die die detailverliebte Autorin in ihren zahlreichen Hörspielen auf rein auditivem Weg zu transportieren gewöhnt ist, entwickeln in der für sie mit fast diebischer Freude neu entdeckten Gattung eine ganz eigene Wirksamkeit, die ohne das profunde Handwerk der Dramatikerin kaum vorstellbar wäre. Nun wartet das bemerkenswerte Prosadebut (…) auf eine sensible Leserschaft.“ Andreas Sprachmann, Heilbronner Stimme

„Wortgewaltige Dialoge voller Tempo und präzise geschilderte Situationen machen Sommerfeldts Roman „schlaglichter“ absolut lesenswert. Mit der Zeit gelingt es dem Kopf sogar, die Charaktere zu ordnen (eine Liste zu Beginn des Buchs hilft dabei). Über viele würde man gern mehr erfahren, etwa über Kasims Mutter Nilüfer, die sich heimlich und voller Scham in eine Lehrerin ihrer Kinder verliebt. Je länger man liest, umso mehr mag man die Charaktere und hofft, das Buch würde nicht enden. Was es aber doch tut. In Gedanken kann man aber viele Episoden ›weiterdrehen‹, was mitunter große Freude bereitet.“ Harald Gesterkamp, „Schnüss, das Bonner Stadtmagazin“ 

„Während Kindsvater Lorenz zum Hauptverdiener und Familienversorger wird, muss Meret erniedrigende Geburtsvorgänge über sich ergehen lassen und sich zudem von ihrer Karriere als Sängerin verabschieden. Nicht nur, weil Lorenz es von ihr verlangt, sondern auch, weil Künstleragenturen eine unflexible Mutter von vier Kindern nicht buchen. Meret wird so zum Opfer eines überkommenen Familien- und Frauenbildes, aber auch der gesetzlichen Unterhaltsregelungen.“ DLF Büchermarkt über schlaglichter von Lisa Sommerfeldt